Studien & Forschung

Willkommen im wissenschaftlichen Kernbereich der Markt-Apotheke. Als pharmazeutische Institution sehen wir es als unsere Verpflichtung an, den Markt fĂŒr Supplemente nicht durch die Brille des Marketings, sondern durch die Linse der klinischen Forschung zu betrachten. Auf dieser Seite bĂŒndeln wir unsere fortlaufenden Analysen aktueller Studienlagen und Meta-Analysen.


Methodik: Der Goldstandard der Bewertung

Bevor ein Inhaltsstoff in unser Empfehlungs-Portfolio aufgenommen wird, durchlĂ€uft er einen mehrstufigen Selektionsprozess. Wir stĂŒtzen uns dabei primĂ€r auf die Hierarchie der Evidenz:

  1. Systematische Reviews & Meta-Analysen: Zusammenfassungen mehrerer randomisierter kontrollierter Studien (RCTs).
  2. Randomisierte kontrollierte Doppelblindstudien: Der klinische Goldstandard zur Ermittlung von KausalitÀt.
  3. Kohortenstudien: Zur Beobachtung langfristiger Effekte in großen Bevölkerungsgruppen.

Wir bewerten Studien nicht nur nach ihrem Ergebnis, sondern auch nach ihrer methodischen QualitÀt (Bias-Risiko, Signifikanzniveau p < 0,05, Konfidenzintervalle und Probandenzahl).


Vitamin D3 (Cholecalciferol)

MolekĂŒlstruktur: C27H44O

Vitamin D3 fungiert im Körper primĂ€r als Pro-Hormon und ist essenziell fĂŒr die Calcium-Homöostase sowie die Modulation des Immunsystems.

Aktuelle Studienlage & Meta-Analysen

Eine umfassende Auswertung der Cochrane Library sowie großangelegte Meta-Analysen im British Medical Journal (BMJ) haben die Bedeutung einer suffizienten Vitamin-D-Versorgung unterstrichen. Besonders hervorzuheben ist die prĂ€ventive Wirkung hinsichtlich akuter Atemwegsinfektionen.

  • Zentrale Erkenntnis: Die Supplementierung zeigt den stĂ€rksten protektiven Effekt bei Probanden mit einem Ausgangs-Serumspiegel von unter 25 nmol/L 25(OH)D.
  • Synergie-Fokus: Unsere pharmazeutische Analyse bestĂ€tigt, dass die Kombination mit Vitamin K2 (Menachinon-7) und Magnesium fĂŒr die Aktivierung der Vitamin-D-Rezeptoren (VDR) und die korrekte Calcium-Verwertung im Knochengewebe von entscheidender Bedeutung ist.

Referenz: Martineau, A. R., et al. (2017). „Vitamin D supplementation to prevent acute respiratory tract infections: systematic review and meta-analysis of individual participant data.“ BMJ.
Externer Link zu PubMed: PMID 28202513


Omega-3 FettsÀuren (EPA & DHA)

EPA: C20H30O2 | DHA: C22H32O2

Die langkettigen mehrfach ungesÀttigten FettsÀuren EicosapentaensÀure (EPA) und DocosahexaensÀure (DHA) sind zentrale Bausteine der Zellmembranen, insbesondere im zerebralen Cortex und in der Retina.

Fokus: KardiovaskulÀre und Kognitive Gesundheit

Meta-Analysen, darunter die im Journal of the American Heart Association (JAHA) veröffentlichten Daten, weisen darauf hin, dass eine tĂ€gliche Zufuhr von EPA/DHA das Risiko fĂŒr fatale Myokardinfarkte signifikant senken kann.

  • Pharmakokinetik: Wir legen Wert auf das VerhĂ€ltnis von EPA zu DHA. WĂ€hrend EPA primĂ€r anti-inflammatorische Mediatoren (Eikosanoide der 3er-Serie) moduliert, ist DHA essenziell fĂŒr die neuronale FluiditĂ€t.
  • Oxidationsschutz: In unseren Laborberichten fließen die TOTOX-Werte (Total Oxidation) der untersuchten PrĂ€parate ein, um eine oxidative Belastung des Organismus durch ranzige Öle auszuschließen.

Referenz: Abdelhamid, A. S., et al. (2020). „Omega-3 fatty acids for the primary and secondary prevention of cardiovascular disease.“ Cochrane Database of Systematic Reviews.
Externer Link zu Cochrane Library: CD003177


Ashwagandha (Withania somnifera)

Hauptwirkstoffe: Withanolide (z.B. Withaferin A: C28H38O6)

Als Flaggschiff der ayurvedischen Pharmakologie hat sich Ashwagandha in der modernen Phytotherapie als potentes Adaptogen etabliert.

Klinische Analyse der Stressresilienz

Klinische Studien belegen die FÀhigkeit von hochkonzentrierten Ashwagandha-Extrakten (standardisiert auf einen hohen Withanolid-Gehalt), die AktivitÀt der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenrinden-Achse (HPA-Achse) zu modulieren.

  • Cortisol-Modulation: In randomisierten Doppelblindstudien konnte eine signifikante Reduktion des Serum-Cortisolspiegels sowie eine Verbesserung der subjektiven Stressresistenz (PSS-Skala) nachgewiesen werden.
  • Anabole Komponenten: Neuere Forschungen untersuchen zudem den Einfluss auf die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) und die muskulĂ€re Regeneration.

Referenz: Chandrasekhar, K., et al. (2012). „A prospective, randomized double-blind, placebo-controlled study of safety and efficacy of a high-concentration full-spectrum extract of Ashwagandha root in reducing stress and anxiety in adults.“ Indian Journal of Psychological Medicine.
Externer Link zu PubMed: PMID 23439798


Zusammenfassende Bewertungstabelle der EvidenzstÀrke

InhaltsstoffIndikationsbereichEvidenzgradTagesdosis
Vitamin D3Immunsystem / KnochenSehr Hoch1.000 – 4.000 IE
Omega-3Herz / GehirnHochmin. 2.000 mg
AshwagandhaStress / SchlafMittel – Hoch300 – 600 mg

Zugriff auf pharmazeutische Datenbanken

FĂŒr Fachpersonal und interessierte Laien bieten wir hier eine kuratierte Liste an Datenbanken, die wir tĂ€glich fĂŒr unsere Recherchen nutzen:

  • PubMed (NLM): Die weltweit umfangreichste Datenbank fĂŒr biomedizinische Literatur.
  • Cochrane Central Register of Controlled Trials: Spezialisiert auf systematische Übersichtsarbeiten.
  • Examine.com: Eine unabhĂ€ngige Plattform zur Aggregation von Supplement-Studien.
  • EFSA (European Food Safety Authority): Zur PrĂŒfung zugelassener Health Claims.

Redaktioneller Hinweis: Die hier zusammengefassten Studien dienen der neutralen Information. Eine therapeutische Anwendung sollte immer in Absprache mit einem qualifizierten Mediziner erfolgen. Unsere Berichte werden bei Vorliegen neuer Datenlagen umgehend aktualisiert.